Artikel in "Der Schiffspropeller" Ausgabe 12/95

Steppke

Verbesserungsvorschläge zur Steppke von Robbe

Beim Modell Steppke handelt es sich um das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers Berlin (Robbe Baukasten). Ich habe mir kürzlich dieses kleine Schiffchen, es ist nur ganze 30 cm lang, zugelegt.

Bauberichte zu Berlin und Steppke sind sicherlich schon jedem bekannt, daher möchte ich nur auf einige Punkte des Baus und der Anleitung eingehen. Ich habe dabei ein paar Verbesserungsvorschläge, die den Bau der Steppke vereinfachen und außerdem den Spielwert erhöhen. Ich möchte aber klarstellen, daß trotz meiner Änderungsvorschläge die Bauanleitung zur Steppke sehr gut gelungen ist und es auch für einen Anfänger möglich ist, die Steppke zu bauen. Meine Tips entstammen einfach der Praxis des Modellbaus.

Ich habe in meine Steppke nicht den von Robbe empfohlenen Antriebssatz eingebaut. Der Robbe-Antriebssatz enthält einen 250 mAh Akku, mit dem eine Fahrzeit von ca. 10 Minuten möglich ist. Das erschien mir einfach zu wenig. Daher habe ich den Antrieb selbst zusammengestellt:
Motor: Mabuchi RE 280
Akku: 4 Zellen P60 AS1 = 4,8 Volt, 600 mAh.
Dazu verwende ich einen Empfänger B8-SSM 40 MHz von Graupner, zwei Servos Micro C 341 von Graupner und den Mini Controler 2 A von Robbe.

Mit dieser Ausrüstung wiegt die Steppke 340 g, das sind zwar 30 g mehr als lt. Anleitung zulässig ist, es fällt aber nicht weiter auf. Der größte Pluspunkt dieser Ausstattung ist jedoch die jetzt mögliche Fahrzeit von ca. 25 Minuten, die für mich jetzt akzeptabel ist.

Nun aber zu meinen weiteren Tips:

Baustufe 1:
Nachdem man den Schutzbügel 1.9 ausgerichtet und verklebt hat, setzt man den Ruderschaft in den Ruderkoker und klammert den Schaft an den Schutzbügel (z.B. mit einer Wäscheklammer). Danach verklebt man den Koker innen im Rumpf. So steht das Ruder später senkrecht fluchtend über dem Schutzbügel.

Baustufe 2:
Den Motor habe ich ohne Balsa-Unterlagen mit Schaumgummi-Doppelklebeband in den Rumpf geklebt. Das Klebeband dämpft Vibrationen hervorragend.

Baustufe 3:
Den Fahrtregler habe ich seines Gehäuses beraubt um Gewicht zu sparen. Danach habe ich ihn mit Doppelklebeband mittig hinter dem Ruder eingeklebt.

Baustufe 4:
Auch den Empfänger habe ich aus Gewichtsgründen aus seinem Gehäuse ausgebaut. Danach habe ich ihn lt. Bauplan eingeklebt, allerdings soweit wie möglich zur Schiffsmitte hin. Den Akkupack aus vier Zellen P60 AS1 habe ich hinter dem Fanghakenservo quer eingebaut. Durch Verschieben zur Steuerbordseite wurde die Steppke dann ausgetrimmt. Die restliche Verdrahtung erfolgte lt. Anleitung, bzw. wie von Robbe vorgesehen. Zum Laden des Akkus habe ich noch eine Ladebuchse eingebaut, die nach Abnahme des Steckschotts zugänglich ist.

Baustufe 6:
Den Bügel 6.1, die Bugreling 6.22 und den Handlauf 6.5 habe ich bereits vor der Lackierung eingebaut. Ich habe die Steppke aus Spraydosen lackiert, und es sieht einfach besser aus, wenn zwischen Bügel, Reling oder Handlauf und Rumpf kein störender Spalt bleibt. Auch die Poller wurden vor der Lackierung angebracht.

Baustufe 8:
Den Lenzschlauch 8.5 habe ich erst lt. Anleitung gekürzt und verklebt. Dann habe ich verzweifelt versucht, diesen durch das Loch im Rumpf zu führen, was allerdings ein hoffnungsloses Unterfangen war. Im zweiten Anlauf habe ich einen langen Schlauch genommen, diesen am Rohrniet 5.1 verklebt und dann bei noch nicht verklebtem Rumpf und Deck von innen durch das Loch im Rumpf geführt, was auch anstandslos klappte. Durch Ziehen am Schlauch habe ich dann Rumpf und Deck zusammengezogen. Erst dann habe ich den Schlauch an der Rumpfaußenseite abgeschnitten und das Rohrniet von unten eingeschoben.

Ich denke, daß es mit diesen Tips um einiges einfacher ist, die Steppke optisch und technisch ansprechender zu bauen. Auch für weitere Detaillierungen ist die Steppke zu haben, man kann z.B. den Steuerstand verfeinern, einen DGzRS-Steuermann als Besatzung an Bord stellen usw.

Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß mit Ihrer Steppke und vergessen Sie nicht die Spende an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger!


Letzte Änderung: 24.09.2002