Urlaubsbilder

Prag 2004 

Teil 4

Heute stand zuerst der Besuch des "Hradschin", der Prager Burg, auf dem Programm.


Das Prager Nationaltheater


Blick auf Prag


Ein Mahnmal für Pestopfer


Der Hradschin aus der Ferne

Hradschin (auch: Burgstadt) bezeichnet nicht, wie in der deutschsprachigen Literatur zumeist angenommen, die Prager Burg (Pražský hrad), sondern den gesamten Hügel- oder Bergsporn, auf dem die Burg steht, und insbesondere den westlich an die Burg angrenzenden Stadtteil Prags.

Der an die Burg angrenzende Stadtteil Hradschin (Hradcany) wurde wahrscheinlich 1320 von dem Burggrafen Hynek Berka von Dubá als dritte Prager Stadt nach der Altstadt und der Kleinseite gegründet. Anders als die übrigen Prager Städte war sie jedoch keine freie Stadt, sondern unterstand den Burggrafen (bis 1598). Anfangs hatte die Ansiedlung nur den Raum um den Hradschiner Platz (Hradcanské námestí) eingenommen. Unter Karl VI. wurde die Stadtanlage erweitert und in den gemeinsamen Mauerring mit der Kleinseite einbezogen.

Nach einem verheerenden Brand 1541 erlebte die Stadt eine völlige Umgestaltung durch den Bau von Palästen für den Klerus (Erzbischof und Domherren) und den Adel. Wichtige böhmische Adelsfamilien wie die Salms, Schwarzenbergs, Czernins und Lobkowicz errichteten hier ihre prachtvollen Residenzen. Nur die Anlage des Marktes beziehungsweise Platzes selbst blieb weitgehend unverändert. Die Hradschin-Stadt wurde 1598 durch Rudolf II. zur königlichen Stadt erhoben.

Brandplatz (Pohorelec) war die Vorstadt der Stadt Hradcany. Sie wurde 1375 von dem Burggrafen Aleš z Malkovic gegründet. Ihren Namen erhielt sie von den zahlreichen Bränden, besonders den drei großen Feuersbrünsten 1420, 1541 und 1742. Ihr heutiges Erscheinungsbild wird überwiegend durch den Barockstil bestimmt.

Der "Hradschin" ist das größte zusammenhängernde Burgareal der Welt.



Brunnen im zweiten Burghof


Blick von der Burggalerie auf den Veitsdom


Burggalerie


Burggalerie und Basteigarten

Um 12 Uhr war Wachablösung auf dem ersten Burghof, die wir natürlich aufmerksam verfolgten.


Wachablösung


Wachablösung


Wachablösung


Wachablösung


Wachablösung

Der Veitsdom (auch St.-Veits-Dom) auf der Prager Burg ist das größte Kirchengebäude Tschechiens.

Das Gebäude in seiner heutigen Form als Kathedrale im gotischen Stil wurde ab dem Jahr 1344 auf Anweisung Karls IV. erbaut, als auch Prag zum Erzbistum erhoben wurde, doch reicht die Geschichte des Baus bis in das 10. Jahrhundert zurück. Der Bau erfolgte anstelle einer 925 unter dem Hl. Wenzel errichteten Rotunde und der, unter Spytihnew II. begonnenen dreischiffigen romanischen Basilika (ab 1060). Spytihnew starb allerdings bereits 1061, der eigentliche Bauherr der neuen Kirche war dessen Bruder und Nachfolger Wratislaw II.. Die doppelchörige Basilika war wesentlich kleiner als der heutige Bau. Teile der Rotunde mit den Gräbern der Heiligen wurden in den Neubau integriert, so etwa die Südapsis mit dem Wenzelsgrab.

Der mächtige dreischiffige Dom wurde im Stil der Gotik erbaut. Er ist die größte Kathedrale Tschechiens.

- 124 Meter lang,
- 33 Meter hoch,
- das Querschiff ist 60 Meter breit.
- Der Hauptturm ragt 99 Meter in die Höhe und bietet einen überwältigenden Blick auf die Stadt Prag.

Die größte Glocke des Veitdoms ist mit 17 Tonnen Gewicht die Sigismundglocke, sie ist damit auch die größte Glocke Tschechiens und gehört zu den größten Kirchenglocken der Welt.

- Gewicht: 17 Tonnen
- Durchmesser: 2,56 m
- Höhe: 3,03 m



Die Türme des Veitsdoms


Die Türme des Veitsdoms


Das Portal des Doms


Fenster über dem Portal


Verzierungen an den Türmen


Blick auf den seitlichen Turm des Doms


Glasmalerei


Glasmalerei


Glasmalerei


Glasmalerei


Glasmalerei


Das Mittelschiff des Veitsdoms


Grab des St. Nepomuk


Grab des hl. Wenzel


Der seitliche Turm des Doms


mit einem reich verzierten Fenster


Seitenansicht

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Letzte Änderung: 23.03.2008